Jacques Lemans Kärnten Rallye 2013
 
9. Jacques Lemans - Kärnten Rallye powered by UNIOR:
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Alle jagen Hermann Neubauer:

Die 9. Auflage der Jaques Lemans Kärnten Rallye powered by Unior am 6. Juni 2015 stand zwar kurz vor der Absage, aber dank Sponsorenhilfe hat Wolfgang Troicher vom Sport- und Eventverein St. Veit doch noch alles auf Schiene gebracht. Zum Glück, kann doch der dritte Austrian Rallye Challenge Lauf wieder auf ein hochkarätiges Starterfeld mit vier S2000 verweisen. 66 Teams aus fünf Nationen (Deutschland, Italien, Tschechien, Ungarn und Österreich), davon zwölf in der RC 2 Klasse, haben bisher genannt.

Fotos: Harald Illmer

Mitten drin als erster Anwärter auf den Gesamtsieg Hermann Neubauer, der nach den ungewollten Turbulenzen in der Rallye–ÖM, wo er als erster Herausforderer von Serienmeister Raimund “Mundl“ Baumschlager gehandelt wird, bei der JLR in die Rolle des Gejagten schlüpft. Gleich mehrere Piloten haben ihm den Fehdehandschuh hingeknallt, in der Klasse RC 2 sind es zwölf! Alle wollen verhindern, dass Neubauer, nach 2013 seinen zweiten Gesamtsieg feiern kann. Neubauer sieht das locker, hört im Cockpit diesmal nur auf die Ansagen seiner Herzdame, Österreichs Topmodel Dominique Regatschnig.

Zwei ernstzunehmende Jäger sind die Prioritätsfahrer Gerald Rigler und Christian Mrlik. Rigler ist amtierender ARC-Champion und Gesamtsieger der Rallye Zwettl, kommt im heißen Peugeot 207 S2000 und Jungehemann Mrlik im Subaru Impreza WRX, bringt seinen Sieg bei der Schneerosen Rallye als Empfehlung mit. Rigler und Mrlik lieferten sich bei der 1. Braustadt-Burg Rallye Zwettl ein beinhartes Duell auf Augenhöhe, waren im Ziel weniger als fünf Sekunden voneinander getrennt. Für die JL-Rallye hat Christian zusätzliche Kraft getankt, fuhr er doch auf Kandolhu Island/Maldiven mit seiner Ärztin Heidelinde auch gleich in den Hafen der Ehe ein. In St. Veit kommt es so zum ersten Rallyestart als Christian Schuberth-Mrlik! Mit diesem Motivationsschub und seinen Erfolgen im Gepäck, ist der Waldviertler bei der JLR nicht zu unterschätzen.

Das gilt auch für den Grazer Günther Knobloch, der im Vorjahr bis zum Ausfall im Mitsubishi Lancer Evo IX in SP1 Bergwerksgraben sensationell um 2,2 Sekunden schneller war als Lokalheroe Alfred Kramer, der heuer fehlt. Knobis 15-jährige Rennerfahrung im Motorradsport hat ihn geprägt, ein volles Rallyeprogramm geht sich erst 2016 aus. Auf Topplatzierungen aus sind auch der Steirer Franz Kohlhofer im Subaru Impreza WRX STi, Mathias Geisinger/OÖ, der mit einem Mitsubishi Evo IX aufgerüstet hat und der Tscheche Jiri Pertlicek im Lancer Evo IX. Auch der Melker Michael Kogler, der sich für die JL mit dem Kärntner Gerald Winter „verstärkt“ hat, will erneut beweisen, dass Spitzenplätze auch mit einem 2-WD-Boliden, in seinem Fall ist es der Unior-Citroen DS3 R3T, möglich sind. Vielversprechend wohl auch der Auftritt des Deutschen Matthias Moosleitner Senior, normal mit einem BMW M3 unterwegs, der sich extra für die JL einen Skoda Fabia S2000 zugelegt hat. Und sein Sohn Matthias Junior hat sich gleich Neubauers Stamm Co-Pilot Bernhard Ettl in den Mitsubishi Lancer Evo IX geholt.

Die Kärntner Lokalheroes. Gleich zwei „Leitgebs“ schlüpfen beim Heimrennen in die Rolle eines Lokalfavoriten. Das wäre zunächst der OPC Gesamtsieger Christoph Leitgeb, der mit seiner iPad-Lady Sabrina Hartenberger im Opel Corsa OPC Jagd auf den Titel „Bester Kärntner“ macht. Zweiter Anwärter darauf ist das Familienduo Heinz und Jasmin Leitgeb vom SL Motorsportteam St. Veit. Heinz Leitgeb sitzt erstmals am Steuer eines konkurrenzfähigen Peugeot 207 S2000, hat sich damit einen langgehegten Traum erfüllt. Mit den genauen Ansagen seiner „Mimmi“, einer angehende Juristin, soll es nach dem AARC-Sieg bei der Rallye Opatija/CRO wieder eine Spitzenplatzierung geben. Die Lavanttaler Andreas Mörtl/Jürgen Rausch, die sich bei der Rebenland-Rallye beim Cutten die Bremsleitung am Mitsubishi Evo IX R4 lädierten, wollen ebenfalls ganz vorne mitmischen. Ähnliches haben auch Norbert Liebert/Horst Nadles in einem weiteren Evo IX vor. Karl-Heinz Leitgeb, bei der Rebenland heuer bester Kärntner, holte sich Alfred Kramers Ex-Co Siegmund Sappl ins Cockpit. OSK Pokalsieger Robert Surtmann (Mitsubishi Lancer Evo VI RS) will mit seiner Christina Tschopp wieder die Zielflagge sehen. Andreas Sumann/Günther Baumgartner vom St. Veiter SL-Rallyeteam, wollen im Citroen C2 R überraschen. 14 Kärntner Teams machen bei der JLR mit.

Spannung auch im Alpe Adria Rally Cup. Lino Acco im Renault Clio R3, Matteo Di Majo im Fiat Panda Kit Car, Angelo Martinis im Citroen Saxo VTS und Albert Sosol im Peugeot 106 machen Jagd auf den Kärntner Ferdinand Mitterbacher, der mit seinem 2 Liter Opel Ascona B gleich beim AARC-Debüt, der Ronde del Grifo in der AARC-Wertung die Nase vorne hatte. Bei den Historischen ist Mitterbacher wohl klarer Favorit.

Total ungewiss ist die Zukunft der JL-Rallye. „Wir kommen heuer um ein Minus von mehreren tausend Euro nicht herum. Ohne finanzielle Unterstützung, das gilt auch für die Stadt St. Veit, glaube ich nicht, dass es die Rallye 2016 noch geben wird“, sieht Wolfgang Troicher, der zudem die Gurktal Classic und den Alpe Adria Rally Cup lenkt, noch keinen Silberstreif am Rallyehorizont.

Aktuelle Nennliste - Jacques Lemans Rallye 2015 (.pdf)

9. Jacques Lemans - Kärnten Rallye powered by UNIOR, Pressedienst
Ernst-Karl Koschutnig

Programmheft 2015:

Das Programmheft der "9. Jacques Lemans Kärnten Rallye powered by UNIOR" mit allen Informationen zur Veranstaltung ist ab 29. Mai 2015 in den Tankstellen und Trafiken im Bezirk St. Veit zu erhalten.

> Verkaufsstellen Programmheft 2015 (.pdf)

€ 3,- / Stück